Was dir die Absprungrate deines Blogs sagt - But first, create!

Was dir die Absprungrate deines Blogs sagt

Was dir die Absprungrate deines Blogs sagt

Heute wird es zahlenlastig. Heute geht es um Zahlen. (Ich liebe Zahlen, btw. Ich liebe Statistiken. Ich liebe Kopfrechnen. Ich liebe Multiplikationen. Und.. lassen wir das.) Kennt ihr die Absprungrate? Die Absprungrate? Nicht? Halb so wild. Ich kenne sie auch noch nicht so lange. Aber um genau die geht es heute. Viel Spass!

Was ist die Absprungrate?

Die Absprungrate. Die Prozentzahl der Besucher, welche deine Seite ohne einen weiteren Klick verlassen. Wenn deine Absprungrate bei 100% ist, bedeutet das, dass jede Person sich zwar deine Startseite anschaut, aber keine einzige Interaktion bzw. Klicks durchführt. Wenn deine Absprungrate bei 0% liegt, heisst das, dass jede Person mindestens auf einen weiteren Link – wie zum Beispiel „kommentieren“ oder deine About me Page – geklickt hat.

Das bedeutet also, je tiefer die Prozentzahl deiner Absprungrate ist, desto besser ist das für dich. Die Besucher interagieren mit deinem Blog, sie durchforsten ihn, finden weitere Beiträge, welche sie interessieren. Laut Google liegt die Durchschnittszahl bei gewerblichen Webseiten bei ungefähr 40% – bei Blogs ist sie viel höher, ungefähr bei 80%.

Wo finde ich die Absprungrate für meinen Blog?

Kurz und knapp: Google Analytics. Sobald du deinen Blog mit Google Analytics verbunden hast, misst es deine Absprungrate. Auf der Startseite findest du die Prozentzahl unter Absprungrate.

Fürs Verständnis habe ich euch ein paar Beispiele aufgeschrieben, welche sich wie auf deine Absprungrate auswirken. Stellen wir uns vor, da gibt es diesen einen Leser XY:

Positiv für die Absprungrate:

  • Über Bloglovin‘ oder deine Facebook-Seite sieht Leser XY, dass du einen neuen Beitrag veröffentlicht hast – er klickt auf den Link. Nachdem er den Beitrag nun gelesen hat, hinterlässt er dir einen Kommentar und verlässt dann den Blog.
  • Leser XY findet unterhalb deines Posts ein paar Beiträge, welche von einem ähnlichen Thema handeln. Er klickt auf den Link dieses Beitrags.
  • Nun findet er im Text einen älteren Beitrag von dir verlinkt und möchte diesen Beitrag sehen, er klickt auf den Link.
  • Du hast in deiner Sidebar deine liebsten Post aufgelistet – Leser XY mag sie auch und klickt aus Interesse auf die Links.

Negativ für die Absprungrate:

  • Leser XY findet über Bloglovin‘ auf deinen neusten Beitrag und liest ihn, anschliessend klickt er den Zurück-Button, um wieder auf Bloglovin‘ zu gelangen.
  • Nachdem Leser XY den Beitrag gelesen hat, gibt er im Adressfeld eine andere Webadresse ein oder klickt auf eines seiner Lesezeichen.
  • Der Leser findet einen Link zu einer externen Seite und klickt diesen an, direkt nachdem er deinen Beitrag gelesen hat.
  • Er schliesst das Fenster, nachdem er den Post durch hat.

Wie kann ich die Absprungrate nun also verkleinern?

Vielleicht ahnt ihr es schon, nachdem ihr euch die Beispiele durchgelesen habt. Bringt die Leser dazu, auf eure internen Links – auf Posts und Seiten eures Blogs – zu klicken. 

  • Es gibt dutzende Plugins und Gadgets, welche unter einem Post eure Beiträge auflisten, welche mit dem aktuellen Post verwandt sind. Zum einen gibt es da zum Beispiel YARPP für WordPress oder LinkWithin für Blogger.
  • Benutze deine Sidebar dafür, ein paar deiner Lieblings-Post oder die deiner Leser zu verlinken. Verwendet dafür ein attraktives Bild, etwas, dass die Leute aufmerksam macht.
  • Verlinke in deinem Post ältere Beiträge von dir, welche mit dem Thema zu tun haben. Erwähne sie in deinem Beitrag. („Erinnert ihr euch noch als ich damals dies und das?“, etc).
  • Frag die Leser nach ihrer Meinung zu dem Thema, über welches du geschrieben hast. Bring sie dazu, sich einen bestimmten Post anzusehen. Sie sollen klickenklickenklicken! :D

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Beitrag etwas weiterhelfen. Ich finde die Absprungrate ein wirklich spannendes Messinstrument, um zu sehen, wie sich die Besucher auf einem Blog verhalten. Mit einfachen Mitteln ist es möglich, ein bisschen mehr Interaktion in den Blog zu bringen. :)

3 Comments

  • 3 Monaten ago

    Von der Absprungrate habe ich sogar vor ca. 2 Jahren erstmalig gehört – aber da ich erst seit Januar mit Google Analytics tracke, konnte ich mit meinem Wissen bisher nichts anfangen ;)

    Ich finde es immer schade, dass bei der Rate sich Feedreader-Besucher auch negativ auswirken, ebenso wie wenn man den ganzen Post auf der Startseite hat. Irgendwie unfair, dass die Leser dann alles Lesen und trotzdem eine hohe Absprungrate produzieren können, während bei den angeteasteren Beiträgen allein schon ein Klick notwendig ist, um überhaupt einen Beitrag lesen zu können. Es hat ja nicht jeder Zeit und Lust zu kommentieren, was ich auch verstehen kann.

    Ich glaube, Blogs haben so vergleichsweise hohe Raten, da man da auch mal durch Zufall drüber stolpert und bei guten Seiten ja schon an der Startseite sieht, ob sie einen ansprechen. Oder man kommt halt über den Feedreader und hat daher gleich den neusten Beitrag auf dem Schirm. Gewerbliche Websites ruft man ja meist gezielt auf, um sich über etwas zu informieren…

    Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich selten die Posts anklicke, die unter dem Post mit Widgets als „ähnlich“ angezeigt werden. Auch „beliebte Posts“ in der Sidebar klicke ich praktisch nie an – als Stammleser kenne ich die, und wenn ich „neu“ bin, dann klicke ich meist eh das komplette Archiv nach Kategorien geordnet durch, um mir nichts entgehen zu lassen ;)
    Ältere Beiträge im Text dagegen besuche ich doch ab und zu – und habe solche auch bei mir oft verlinkt.

    Liebe Grüße

    • 3 Monaten ago

      Wtf… ich hatte ganz normal Name, E-Mail, Webseite und natürlich das Kommentarfeld ausgefüllt, ab „Kommentar abschicken“ geklickt und jetzt steht da nur ein Teil aus meinem Autofill?! Kannst du das bitte löschen?

      Danke & sorry,
      Anne

  • 3 Monaten ago

    Mh, die Absprungrate muss man ein wenig differenzierter betrachten – in einigen Fällen kann es nämlich ein gutes Zeichen sein, wenn sie hoch ist!

    Beispielsweise auf Landing Pages: diese Seiten werden eigens dafür kreiert, dass der Besucher genau eine Aktion ausführen soll. Ohne Ablenkung – daher verzichtet man da gerne auf Sidebars und sonstige Links. Wenn die Aktion beispielsweise ein Newsletter-SignUp sein soll und die Absprungrate hoch ist, macht das nichts – so lange entsprechend viele neue Abonnenten hinzukommen. Auf so einer Seite ist es gar nicht sinnvoll, an der Absprungrate zu feilen. Hier geht es eher um ausgeführte Aktionen.

    Liebe Grüße
    Anne

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