Vor knapp drei Monaten eröffnete ich vollkommen spontan einen neuen Instagram Account. Ich hinterliess schulterzuckend 750 Abonnenten und ein Feed mit mehr als 120 Bilder. Warum? Ich wollte einerseits endlich wieder zurück zu dem, was mich einmal anfangen liess: inspirieren, motivieren und ein lautes YAY! in die Welt hinaus schreien. Ich wollte auf die kleinen und schönen Dinge aufmerksam machen und ihr wisst schon: spread some positivity.

Andererseits wollte ich aber unbedingt auch ein kleines Experiment durchführen: ist es mir möglich mit besseren Bildern, mehr Aktivität, mehr positiven Messages und sehr viel Liebe zum Detail einen sichtbaren Wachstum zu verzeichnen? Jap, yay! Denn nun kamen zwei Wochen, in welchen ich über 100 (!!!) neue Abonnenten – also einen Wachstum von knapp 500% – in meiner eigenen, kleinen Welt begrüssen darf. Für einen solch neuen Account doch sehr gut, oder? Ich würde sagen, oder wohl eher schreien und jauchzen: JA!

How To Grow Your Instagram Audience

STICK TO A THEME

Ich hatte bereits in diesem Beitrag erwähnt, dass ich meine Instagram Bilder mittlerweile immer auf die selbe Art und Weise bearbeite. Ein Feed erscheint direkt viel harmonischer und einheitlicher, wenn die Bilder in dem selben Ton, mit der selben Färbung oder mit dem selben Filter daher kommen. Es ist nun mal so, dass unser Gehirn sich so auf viel mehr konzentrieren kann, als wenn zu viele Farben oder Kontraste aufeinander treffen. (Damit will ich nicht sagen, dass mir bunte und lebhafte Instagram-Feeds nicht gefallen, auf keinen Fall – aber ein Mensch reagiert ganz anders darauf.)

How To Grow Your Instagram Audience

Der Wachstum meiner Instagram Follower laut Iconosquare.

Früher bearbeitete ich jedes Bild nach Lust und Laune – mal sehr bunt, mal eher düster, manchmal ganz in schwarz/weiss und dann wieder mit ganz vielen Kontrasten. Mein Instagram sah unordentlicher aus als mein Schlafzimmer (und pssst, aber das will etwas heissen!). Ich selbst hatte keine Freude daran, es gefiel mir ganz und gar nicht und dadurch hatte ich auch seltener die Lust darauf, ein Bild zu posten. Mittlerweile kann ich sagen, dass ich oft und gerne ein neues Bild hochladen und man mir sehr wahrscheinlich auch anmerkt, wie viel Spass ich an dieser Plattform habe. Und glaubt mir: eure Abonnenten merken, wenn ihr an etwas Spass habt oder nicht (man kann nicht nicht kommunizieren, ihr wisst schon).

POST FREQUENTLY

Ich habe mir vorgenommen, in regelmässigen Abständen zu posten und pro Woche mindestens fünf Bilder hochzuladen – ausser ich habe das Gefühl, dass ich kein Bild auf Lager habe oder aufnehmen kann, welches meine Message unterstützt. Ich erwähne dieses „ausser“ unbedingt, denn auch auf meinem Blog poste ich lieber ein paar Tage nichts, anstatt einen herzlosen Blog Post zu veröffentlichen. Instagram ist mittlerweile mehr als nur eine Snapshot-Galerie und ich werde auf dieser Plattform keine unüberlegten Bilder mehr veröffentlichen, dafür habe ich Snapchat – da gibt es alles ohne Filter.

Ich möchte, dass mein Instagram-Account meinen Blog darstellt, denn es ist schliesslich ein Teil meines Blogs und so behandle ich es auch: Instagram ist nicht mein privates Fotoalbum. Instagram ist für mich ein Ort, an dem ich versuche meine Kreativität und eine positive Einstellung in Form eines Quadrates mit euch zu teilen.

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USE HASHTAGS

Und zwar nicht irgendwelche. Die Likes zu meinen Bildern kommen zu über 70% nicht von Leuten, die meinen Account abonniert haben. (Danke Iconosquare für deine wundervollen Statistiken!) Nein, es sind Leute, die über einen Hashtag auf mein Bild gefunden haben und es angeklickt und anschliessend geliket haben. Manchmal mag es vielleicht übertrieben aussehen, wie viele Hashtags ich verwende, aber glaubt mir: ich habe durch mein persönliches Experiment einiges ausprobiert und ich bin glücklich damit. Für mich ist es auch vollkommen okay, wenn andere viele Hashtags benutzen, denn ich weiss, wie viel diese Dinger ausmachen. Notiz am Rande: Wusstet ihr eigentlich, dass das Wort Hashtag in der Schweiz zum Wort des Jahres gekürt wurde? Verrückt..

Auf Iconosquare unter Optimization findet ihr übrigens eine Liste von den beliebtesten Hashtags der gesamten Plattform. Welche Hashtags ich verwende könnt ihr euch unter meinen Bildern – immer in Form eines Kommentars – sehen und vielleicht spricht euch der ein oder andere an.

TRY OUT THINGS AND BE FRIENDLY

Ich hätte das alles nicht so hinbekommen, wenn ich mich nicht etwas getraut hätte. Ich habe unzählige Filter und Bearbeitungsmöglichkeiten getestet, ich habe dutzende verschieden Hashtags ausprobiert und auch mit dem Format meiner Bilder gespielt.

Ich lag nachts stundenlang im Bett und habe Bilder geliket und kommentiert – und das nicht nur mit einem Smiley oder nur einem Wort. Ich habe Kommentare hinterlassen, die mehr als aus einer Silbe bestehen und die derjenigen Person vielleicht ein Lächeln ins Gesicht zaubern oder sie wissen lassen, dass es mir nicht darum geht, ein Like oder Abo abzusahnen. Denn ich tat das, was ich auch offline mache: ich nahm mir Zeit, um der Person zuzuhören (in diesem Fall zu lesen) und mir zu überlegen, wie ich darauf reagiere. Und ich reagierte genau so darauf, wie ich es auch persönlich machen würde. Ich blieb ich. Denn einmal ehrlich: ich würde auf die Worte einer Freundin auch nicht nur mit einem Grinsen oder einem Sad Face Smiley antworten.

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Ich weiss, wie viele Menschen es öde finden, wenn andere zu viele Hashtags verwenden. Ich weiss, dass es auch einige gibt, die nicht verstehen, warum man seinen Instagram-Feed schön gestalten will oder gar als Aushängeschild für seinen Blog benutzt. Und ich weiss auch, dass es sehr schnell böse Zungen gibt, wenn die Anzahl an Followers in ein paar Tagen extrem steigt.

Aber ich kann an dieser Stelle mit gutem Gewissen sagen, dass ich mit Freundlichkeit, Mühe und ganz viel Liebe für das, was ich mache, auch so einen Anstieg von über 400% in zwei Wochen verzeichnen kann. Und wisst ihr was? Ich fühle mich grossartig dabei, weil ich so viel Zeit und Herz darin investiert habe.