Tipps für Blogger

Wieso du einen Editorial Kalender brauchst

Hast du dir einen Kaffee gemacht? Ja? Bestens, denn heute ist Freitag und somit Zeit für einen neuen Coffee & Blog – Post. Und heute nahm ich mir die Zeit, euch aufzuzeigen, wie ein Editorial Calendar für einen Blog richtige Wunder vollbringen kann und es sich lohnt, sich Gedanken darüber zu machen.

Wieso du einen Editorial Kalender brauchst | butfirstcreate.com

Letzte Woche schrieb Hannah den Post In 3 Schritten zur sinnvollen 404 Page – ein richtig interessanter Blog Post.

Wofür du einen Editorial Calendar brauchst

Zu Beginn möchte ich euch direkt die Beweggründe aufzählen, warum ich für meinen Blog but first, create! einen Editorial Calendar aufgebaut habe, ihn regelmässig pflege und warum ich mich daran halte. Anschliessend möchte ich euch dann verschiedene Möglichkeiten zeigen, wie man einen Editorial Calendar aufbaut und anschliessend mit vielen Ideen füllt.

Routine schaffen

Ich hatte bei meinem vorherigen Blog sehr oft das Problem, dass ich zwar ganz viele Ideen im Kopf hatte, aber das regelmässige Schreiben von Blog Posts irgendwie einfach nicht klappen wollte. So gab es dann eine Woche, in der vier Blog Posts online gingen und in den darauffolgenden drei Wochen veröffentlichte ich keinen einzigen. Durch das Planen von Blog Post an bestimmten und vordatierten Tagen ist es mir gelungen, dass ich öfters schreibe und die Beiträge gezielt auf mehrere Wochen verteile. So kann ich mich entscheiden, ob ich an einem Tag fünf Blog Posts schreibe und sie vordatiere, oder ob ich mich nur jeden zweiten Abend dafür hinsetze.

Mehr Organisation

Ab dem Moment, in welchem ich angefangen habe, mir die Posts auf bestimmte Tage zu planen, ist mein Blogging-Vorgang viel flüssiger. Es macht mir auch viel mehr Spass, weil ich viel weniger Stress habe und ich mich nicht mehr nerven muss, dass ich etwas vergessen habe. Ich weiss, welche Termine auf mich zukommen (wie zum Beispiel die Coffee & Blog Beiträge) und ich sehe sofort, wann irgendein Ereignis ansteht (eine Serie zu Weihnachten zum Beispiel?).

Wenn du einen Blog über mehrere Themen und Kategorien führst, ist es dir mit einem Editorial Calendar ganz einfach möglich darauf zu achten, dass du ein Gleichgewicht hast und keine Kategorie vergessen geht. Schon lange keinen Beauty-Post mehr geschrieben? Los, Tag vormerken!

Mehr Zeit

Du wirst mehr Zeit dafür haben, deine Beiträge zu überarbeiten und nach ein paar Tagen nochmal durchzulesen, weil du sie je nach dem nicht gleich veröffentlichen wirst. Mir war es dadurch möglich, ein paar „Reserve“-Posts zu haben, welche fix fertig sind und nur auf ein Veröffentlichsdatum warten. Warum? Es wird bestimmt irgendwann eine Woche kommen, in der ich keine Zeit haben werde, einen neuen Post zu schreiben – aber ich hab ja nun welche auf Lager.

Bevor du beginnst

Bevor du nun wie wild beginnst, deine Blog Posts für ein bestimmtes Datum zu planen, gibt es noch ein paar Fragen, die du dir beantworten solltest. So wird der ganze Prozess viel einfacher, glaub mir!

Wie oft möchtest du einen Post veröffentlichen?

Beginnen wir wohl mit dem Wichtigsten für deinen Editorial Calendar: wie viele Beiträge möchtest du in der Woche bzw. im Monat veröffentlichen? Entscheide dich für eine Anzahl, welche für dich realistisch ist und dir nicht zu viel wird. Ein Editorial Calendar sollte dich nicht stressen, also überlege dir diese Antwort gut.

Ich entschied mich dazu, zwei bis drei Beiträge pro Woche zu posten. Das klappt bisher ganz okay. Ich muss an dieser Stelle aber erwähnen, dass nicht meine Planung daran Schuld ist, dass ich mich nicht daran halten konnte, sondern ein paar Umstände in meinem Privatleben. Nun habe ich es aber wieder voll im Griff.

Brainstorming

Nun kommt der Punkt, an welchem dein Kopf zu rauchen anfängt. Schnapp dir ein Blatt Papier – vielleicht auch gleich zwei Blätter – und einen Schreiber. Notiere nun zuerst alle Kategorien, um welche es auf deinem Blog geht. Und jetzt geht es darum, dass du dir jede kleinste Idee für einen Blog Post notierst, es spielt keine Rolle, wie sinnvoll oder aussagekräftig die Idee ist. Wichtig ist, dass du in deinem Kopf Platz für ein kleines Brainstorming machst. Die guten Blog Post Ideen entstehen danach wie von selbst, glaub mir!

Fixe Termine

Sehr wichtig ist, dass du dir alle wichtigen und nicht verschiebbare Daten aufschreibst, damit du an diesen Tagen keine anderen Blog Posts veröffentlichst. Hast du eine Kooperation mit einer Firma und dafür einen vorgesehen Tag? Aufschreiben. Möchtest du für Weihnachten eine kleine Serie starten? Los, notier es. Achte darauf, dass du dir diese Tage blockierst und du keine anderen Beiträge auf dann planst.

Wöchentliche und monatliche Posts

Hast du Blog Posts, welche du regelmässig schreibst? Zum Beispiel ein Monday Update, oder ein Weekly Summary? Vergiss nicht, diese Tage zu markieren. So kannst du alle anderen Beiträge rund herum planen und es gibt keine Überschneidungen.

Platz für Post Ideen

Wichtig ist, dass du irgendwo auf deiner Monatsübersicht oder deinem Online-Kalender Platz hast, spontane Blog Post Ideen festzuhalten. Es müssen nur ein paar Zeilen sein. Aber während der Planung deiner Woche/deines Monats kommen dir zu 100% noch weitere Ideen wie zum Beispiel ein Teil 2 eines Blog Posts, eine Weiterführung, ein Unterkapitel, und und und. (Platz für eine To Do Liste ist übrigens auch Gold wert.)

.. und für Kreativität

Lass manchmal auch mit Absicht ein paar Tage frei, damit du dich spontan für ein Thema entscheiden kannst. Was wir nicht wollen ist, dass der Editorial Calendar uns einschränkt. Mit dieser Methode wird dir das nicht passieren und wenn doch, schiebst du die Blog Posts einfach so hin und her, bis es wieder klappt.

Im schlimmsten Fall lässt du ihn ganz weg. Es kann sein, dass ein Editorial Calendar gar nichts für dich ist, auch das kann ich sehr gut verstehen.

Möglichkeiten für einen Editorial Calendar

Es gibt dutzende Möglichkeiten, einen Editorial Calendar zu führen. Egal ob auf einem Blatt Papier, in deinem Planner, in deinem Kalender auf deinem PC oder direkt in WordPress. EIn paar davon werde ich euch in diesem Abschnitt aufzeigen.

Von Hand

Planen und Brainstorming mache ich am liebsten immer noch offline (klingt komisch als Informatikern, ich weiss). Ich setze mich also mit ein paar Post it – Zetteln und meiner Agenda hin und beginne, den Monat zu füllen. Die Post it – Zettel benutze ich, damit ich diese wie ich will hin und her schieben kann, bis mir der folgende Monat passt und gefällt. Du kannst dir aber auch einfach eine Monatsübersicht ausdrucken oder es sogar als Liste aufschreiben.

Excel, Word, Google Tabellen, Numbers…

Textverarbeitungsprogramme eignen sich ganz gut dazu, einen Editorial Calendar zu führen. Wichtig bei einem solchen Programm ist aber, dass du dir überlegst, ob du ihn nur lokal auf deinem Computer brauchst, oder von überall her auf ihn zugreifen möchtest. Mit zum Beispiel Google Drive kannst du dir ganz einfach online deinen Kalender erstellen und anschliessend auch über dein Smartphone darauf zugreifen.

WordPress Plugins

Natürlich gibt es für WordPress Plugins, welche super funktionieren und du von überall her bedienen kannst. Zum einen wäre da zum Beispiel das Plugin Editorial Calendar, welches du kostenlos installieren kannst. Es ist sehr einfach gehalten und trotzdem erfüllt es seinen Dienst.

Ich verwende das Plugin CoSchedule*, obwohl es mich einiges an Geld gekostet hat. Aber es hat sich gelohnt, denn ich spare damit so viel Zeit. CoSchedule ist nicht nur ein Editorial Calendar. Du hast die Möglichkeit mit ein paar wenigen Klicks einen oder gleich mehrere Social Media Messages für einen Beitrag zu planen und siehst auch gleich, wie beliebt der Beitrag in den Sozialen Medien war. Du kannst die Blog Posts ganz einfach hin und herschieben, bearbeiten, planen, veröffentlichen, etc. Anne von neontrauma hat vor einer Weile einen Beitrag über CoSchedule geschrieben, falls du genaueres erfahren möchtest.


Okay, das war jetzt wohl der längste Beitrag, den ich bisher geschrieben habe. Ich hoffe, ich konnte euch bei der Entscheidung helfen, ob ihr einen Editorial Calendar erstellen wollt, oder nicht. Natürlich zwingt euch niemand und ich kann auch verstehen, wenn ihr Angst davor habt, dass eure Kreativität deswegen verloren geht. Diese Angst hatte ich auch, aber bei mir war sie völlig unbegründet.

Cheers, habt ein schönes Wochenende!

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    11 Comments

    • Kiss & Make-up
      November 27, 2015 at 14:01

      I have one. A very basic one, sure, but it works for me. It’s true, you need to stay organized and keep an overview.

      Reply
    • Jacky N.
      November 27, 2015 at 21:18

      Wieder ein richtig toller Post! Ich finde Regelmäßigkeit beim Bloggen ziemlich wichtig und würde am liebsten sowieso alles genau durchplanen. Genau deswegen durfte auch schon ein extra Kalender nur für den Blog mit nach Hause. Bis Ende dieses Jahres kommt zwar noch alles in meinen normalen Kalender, aber ab 2016 hat das alles dann sein eigenes Zuhause.

      Und das mit den Backup-Posts ist wirklich eine richtig tolle Sache, vor allem wenn man mal was übersieht.

      Alles Liebe, Jacky N.
      vapausblog.wordpress.com

      Reply
    • Tintenhexe
      November 29, 2015 at 13:59

      Ich habe nur einen mehr oder weniger vorhandenen Kalender, aber ich bin auch immer froh, wenn ich Posts im Voraus geplant habe, falls mir etwas dazwischen kommt! Toller Post wirklich!!

      Reply
    • todayis Mag
      November 29, 2015 at 21:46

      Ein sehr cooler Post. Ohne einen Content-Plan geht bei uns auch garnichts mehr :)

      Reply
    • Laura
      November 30, 2015 at 22:37

      Ein wirklich klasse Post – ich sollte auch mal mit sowas anfangen, damit ich meinen Blog
      etwas mehr unter Kontrolle habe. Im Moment habe ich das Gefühl ich hinke ein wenig
      hinterher. Mag aber auch daran liegen, dass ich zur zeit keine Outfits fotografieren kann,
      da das Licht einfach grausam ist und dazu kommt noch der Nebel und Regen -.-

      Falls du Lust und Zeit hast, kannst du gerne einen kleinen Abstecher
      auf meinen Blog machen – würde mich über deinen Besuch freuen.

      Liebst, Laura
      MISS POUPETTE

      Reply
    • sisters, Jeans & messy buns
      Dezember 5, 2015 at 14:07

      Hey :)
      Ein wirklich toller Beitrag! Meine Schwester und ich haben jetzt auch begonnen einen Kalender zu erstellen – damit wir einen schönen Überblick behalten. Es waren super Tipps bei dir dabei, die wir auch total gebrauchen können :)
      Liebste Grüße,
      Natascha

      Reply
    • […] neuen COFFEE & BLOG Post? Die liebe Nadine hat euch letzten Freitag gezeigt, wie wichtig ein Editorial Kalender ist. Ich widme mich heute einem Thema, das mich lange gefuchst hat. Wie ihr wisst, bin ich ein ganz […]

      Reply
    • […] Ein Blogplaner kann manchmal dein Leben retten. Okay, ein wenig übertrieben, aber dein Blogplaner kann verhindern, dass du unnötig in Stress gerätst. Dieser Blogplaner kann nicht nur eine Monatsübersicht und damit für die Vorausplanung deiner Beiträge sorgen, dein Blogplaner kann auch Ideensammler sein. Aber auch mit Hilfe von Excel-Tabellen oder Apps wie Evernote kannst du deinen Blog oragnisieren. Auf But first, create! gibt es einen richtig tollen Beitrag zum Thema Why you need an editorial calendar. […]

      Reply
    • […] man einen Blogplan? „But first Create“ sagt […]

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    • Franzy vom Schlüssel zum Glück
      Juli 10, 2016 at 20:08

      Ich hatte früher mal einen kleinen Kalender in den ich Ideen eingetragen habe und eben auch markiert habe wann welcher Post an die Reihe kommt.
      Heute habe ich keinen Kalender mehr, nur noch das Ideenbuch in dem aber leider keine Kalenderseiten mehr sind.
      ich müsste mir mal wieder einen Übersichts-Moantskalender ausdrucken um dann auch wieder festzuelgen wann welche rpost kommt..
      momentan leg ich das einfach eine Woche vorher fest und gut ist…

      Viele liebe Grüße

      Franzy

      Reply
    • Daniela
      Januar 7, 2018 at 14:08

      Ein super Post, für mich wirklich sehr hilfreich!
      Ich bin gerade noch in der Aufbauphase und suche den besten Weg, mich gut zu organisieren und meine Ideen vernünftig umzusetzen.
      Danke für die Tipps :) Ich lese gerne mehr von Dir
      Liebe Grüße
      Daniela

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