Ich bin vor 3,5 Jahren von Zuhause ausgezogen und seit zwei Jahren wohne ich nun in meiner wunderschönen, hellen Wohnung. Es hat lange gedauert, bis ich diesen Ort mein Zuhause nannte. Das lag vermutlich daran, weil meine Freunde und Familie über 60 km weit weg wohnen. Plötzlich ging es darum, mir meine neuen vier Wände gemütlich einzurichten, so zu gestalten, dass ich mich wohl fühle.

Ich bin immer noch der Meinung, dass Zuhause da ist, wo man sich wohl fühlt, da, wo das Herz ist, da, wo die Erinnerungen entstehen, da, wo jederzeit ein Lächeln auf dich wartet und vielleicht auch da, wo sich das Internet automatisch verbindet. Aber mit viel Mühe kann man sich auch in einer anderen Stadt, in einer fremden Umgebung, in neuen Räumen, einen eigenen kleinen Rückzugsort, ein Zuhause, aufbauen.

Für mich gibt es ein paar kleine Dinge, auf die ich in meiner Wohnung nicht verzichten möchte, um mich wohl zu fühlen.

Zuhause ist 7

Bilder

Ich meine damit keine Printables oder Art Prints, sondern Fotos von Familie und Freunden. Fotos, die dir etwas bedeuten und Geschichten erzählen. Fotos, welche du dir immer wieder ansehen musst und dabei lächelst. Würden in meiner Wohnung keine Fotos hängen, würde ich mich wohl ziemlich einsam fühlen. Unwohl. Schwach.

Ich nehme mir viel zu wenig Zeit, um kostbare Erinnerungen in Form eines Fotos einzufangen. Ich möchte das im Jahr 2016 wirklich ändern, sodass ich eine kleine Fotowand daraus basteln kann, um meine Liebsten täglich bei mir zu haben.

Blumen und pflanzen

Bis vor ca. 3 Jahren haben nicht mal Kakteen in meiner Obhut überlebt. Mittlerweile komme ich mit meinen Zimmerpflanzen echt gut klar, sie scheinbar auch mit mir! Seit ich in meiner „neuen“ Wohnung lebe, ist noch nichts eingegangen!

Vor allem jetzt im Frühling kaufe ich mir auch regelmässig Schnittblumen und stelle sie mir auf den Schreibtisch oder den Wohnzimmertisch. Alles wirkt gleich so viel bunter!

Ich brauche ein bisschen Natur in Form von Blumen und Pflanzen, damit es für mich so richtig gemütlich ist. Dank meiner etwas kleinen Giesskanne dauert es zwar etwas, bis ich alle mit Wasser versorgt habe, aber es lohnt sich. Pflanzen lassen einen Raum so richtig lebendig wirken.

Erinnerungsstücke

Ob es nun ein 20-jähriges Kuscheltier, die Pinnwand meiner Grossmutter oder ein paar Küchenutensilien meiner Mutter sind, ich brauche diese Gegenstände.  Es sind Dinge, für welche ich eine Geschichte im Kopf habe, eine Erinnerung. Ich bin froh, dass ich sie in mein neues Zuhause mitnehmen konnte, so habe ich doch etwas aus meiner Kindheit dabei.

Jogging Hose, Messy Bun und das Schlabber-Shirt und Gehirn aus

Erwischt. Kaum schliesse ich meine Haustür hinter mir zu, wird die Jeans gegen eine Jogginghose und der Pullover gegen ein viel zu grosses Shirt getauscht. Meine Haare binde ich so schnell und einfach wie möglich zusammen. Und manchmal schalte ich in diesem Moment auch einfach mein Gehirn aus. Keine To Do – Listen, zumindest für ein paar Stunden, keine zukünftigen Termine, einfach an nichts wichtiges denken. Sowas kann ich nur an dem Ort, an dem ich mich zuhause fühle.


Natürlich gibt es da noch viel mehr Dinge, die eine Wohnung zu einem Zuhause machen.

Deswegen meine Frage an dich: was brauchst du, um dich wohl, um dich daheim zu fühlen? Auf was könntest du in deiner Wohnung nicht verzichten?